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Donnerstag, 10. September 2009

Krampfadern

Wie sich Krampfadern bilden und wie Sie ihrer Entstehung vorbeugen können

Oft hört man, Krampfadern seien Veranlagung und würden aus einer erblich bedingten Bindegewebsschwäche entstehen. Damit werden sie zu einem vermeintlich unentrinnbarem Schicksal. Mit ein bisschen Training und ein paar Tricks aber kann man ein Fortschreiten der Krampfaderbildung mildern oder gar verhindern.

Was sind eigentlich Krampfadern? Manchmal kann man sie als dicke, direkt unter der Haut liegende, knotige Verkrümmungen der Venen an den Beinen erkennen. Manchmal, wenn sie in der Tiefe der Muskulatur liegen können wir sie oft nur schmerzhaft spüren.

Aber wie entstehen sie? Unsere Venen sind in unserem Blutkreislauf für den Rücktransport des verbrauchten Blutes zum Herzen verantwortlich. Zur Unterstützung dieser Arbeit gibt es alle paar cm so genannte Venenklappen, die verhindern, dass das Blut zurückfließen kann. Wenn unsere Venenwände mit der Zeit erschlaffen und sich dadurch vermehrt mit Blut füllen stehen diese Klappen unter einem extremen Druck und es kommt nach und nach zu Aussackungen in den Venenwänden und schließlich zu einem unvollständigen Verschluss der Venenklappen. Sie sind jetzt einfach „ausgeleiert“. Nun folgt das Blut dem Gesetz der Schwerkraft und sackt nach unten ab. Unsere Venen im Unterkörper weiten sich noch mehr und aufgrund des hohen Drucks wird seröse Flüssigkeit durch die Venenwände in das umliegende Gewebe gedrückt. Nun kommt es nach nächtlichen Wadenkrämpfen und lokalen Druckschmerzen auch noch zu Wassereinlagerungen in den Beinen.

Wenn wir nicht für Abhilfe sorgen, können schwerwiegende Erkrankungen daraus erwachsen, z.B. die chronisch venöse Insuffizienz, die Thrombose oder gar eine Embolie.

Aber wir können ein paar Dinge dazu tun, um die Entwicklung von Krampfadern positiv zu beeinflussen oder zu verhindern. Fuß- und Beingymnastische Übungen und verschiedene einfache Wasseranwendungen können ganz problemlos in den Tagesablauf eingebaut werden und von großer Hilfe sein. Ebenso ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Fließeigenschaft des Blutes.

Es liegt also auch ein Stück weit an uns selbst, wie sehr wir auf die Entwicklung etwaiger kleiner „Missstände“ Einfluss nehmen um sie nicht zu großen schweren Erkrankungen heran wachsen lassen.

Falls Sie betroffen sind und Fragen zu diesem Thema haben, rufen Sie mich an, ich berate Sie gern.

Inge Wilkening

Heilpraktikerin