
Im herbstlichen Schmuddelwetter haben wir ihn uns gewünscht, den richtigen Winter. Nun haben wir ihn – mit allen Vor- und Nachteilen. Die Strassen und Fußwege sind glatt und immer öfter so wenig geräumt, dass die Benutzung doch gewisse Gefahr birgt. Da ist es schon netter, warm verpackt durch den frischen Schnee in der weniger berührten Natur zu stapfen und sich den eisigen Wind um die Nase wehen zu lassen.
Aber nicht immer nimmt das unsere Nase so einfach hin. Die Aufgabe der Nasenschleimhaut ist es die Atemluft anzuwärmen und evtl. eingesogene „Fremdkörper“ mit dem Schleim unter Mithilfe ganz vieler kleiner Flimmerhärchen wieder aus dem Körper zu bringen. Wenn wir jetzt also bei diesem kalten Wetter draußen spazieren gehen fängt unsere Nase an zu laufen, weil sie viel erwärmen muss und auch viel Schleim produziert. Kommen wir dann später in meist viel zu warme Räume, trocknet die Nasenschleimhaut aus und wird jetzt anfällig für Keime, die wir mit der Atemluft aufnehmen. Jetzt kann die Schleimhaut gar nicht mehr mit der Schleimproduktion nachkommen und schwillt an. Schnell haben wir einen Schnupfen, der sich in kurzer Zeit auch auf die Schleimhäute der Nebenhöhlen, der Luftröhre und auch des Bronchialtraktes setzen kann und somit zu einem grippalen Infekt ausreift.
Wir können das nicht verhindern, aber wir können uns davor wappnen. Wir können uns warm anziehen und auch die Nase vor allzu kalter Luft mit einem Schal schützen. Auch kalte Füße erhöhen die Infektanfälligkeit. Wenn es uns dann aber doch erwischt hat, können wir etwas dafür tun, dass unser Körper mit wenig Hilfe schnell wieder „auf den Damm“ kommt. Ruhe und Wärme sind nun das erste Gebot.
Mehrmals täglich cremen wir unser Gesicht ein, das können wir bei diesen eisigen Temperaturen auch mit der Nasenschleimhaut tun. In der Apotheke gibt es von verschiedenen Herstellern schon recht günstig Nasenöle, die die Schleimhaut geschmeidig halten und sie in ihrer Funktion unterstützen. Günstig wirken sich auch Inhalationen mit heißem Salzwasser aus, aber nur allein die Luftfeuchtigkeit in unseren beheizten Räumen zu erhöhen ist schon eine echte Hilfe für unsere Atemorgane. Also, lassen Sie Ihren Körper nicht hängen! Unterstützen Sie ihn.
In diesem Sinne – kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit.
Ihre Inge Wilkening
Heilpraktikerin