Die ersten Hinweise auf therapeutische Schröpfanwendungen finden wir schon vor ca. 5000 Jahren in der chinesischen Heilkunst. Somit ist die Schröpfbehandlung schon älter als der Aderlass oder auch die Behandlung mit Blutegeln.
Im klassischen Griechenland gab es sogar einen Gott des Schröpfens – Telesphorus. Hier entstand auch das Instrument „Schröpfglocke“, welches heute noch in etwas abgewandelter Form zum Einsatz kommt.
Das blutige Schröpfen wurde im Mittelalter in der Regel von Badern, Steinschneidern und Barbieren als Ab- und Ausleitungsverfahren durchgeführt.
Danach wurde es durch den Aderlass und das Ansetzen von Blutegeln etwas verdrängt, geriet aber nie ganz in Vergessenheit. Seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts erinnerte man sich wieder vermehrt an diese Therapiemethode und sie kommt in der Naturheilkunde wieder häufiger zum Einsatz.